Datum: Montag, 27. Mai 2024
KommentarSchulskandal in Sachsen: Note 6 für Gesang der Nationalhymne

Schulskandal in Sachsen: Note 6 für Gesang der Nationalhymne

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Schüler für Singen der Hymne abgestraft

Ein Vorfall an einer Schule in Riesa, Sachsen, sorgt für Aufsehen: Mehrere Schüler einer achten Klasse erhielten die Note „Sechs“, weil sie im Musikunterricht die deutsche Nationalhymne singen wollten. Diese Entscheidung rief eine Welle der Kontroverse sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule hervor.

Unerwartete Bestrafung im Musikunterricht

Die Schüler hatten sich im Rahmen einer Musikaufgabe, bei der sie ein Lied auswählen und vortragen sollten, für das Deutschlandlied entschieden. Dies führte zu einer sofortigen Reaktion der Musiklehrerin, die das Singen der Nationalhymne im Unterricht untersagte. Berichte, dass die Lehrerin die Schüler daraufhin als „Nazis“ bezeichnete, wurden von der Schule dementiert. Die betroffenen Schüler wandten sich hilfesuchend an ihre Eltern und die AfD-Stadtverordnete Ute Heine, da Gespräche mit der Lehrkraft zu keinem Ergebnis führten.

Verwirrung und Klarstellungen von offizieller Seite

In einer Anfrage an die Stadtverwaltung wollte Ute Heine klären, ob das Singen der Nationalhymne an der Schule verboten sei. Die Antwort blieb jedoch unspezifisch. Oberbürgermeister Marco Müller äußerte, es sei schwer vorstellbar, dass das Singen der Hymne in einer öffentlichen Schule untersagt sein könnte, merkte jedoch an, dass der genaue Arbeitsauftrag an die Schüler unbekannt sei.

Schulleiter Edmund Weigl bestätigte den Vorfall, erklärte jedoch, dass es “entscheidend andere Details” gebe. Er betonte, dass die erste und zweite Strophe der Nationalhymne aufgrund ihres historischen Kontextes als problematisch angesehen werden und normalerweise nicht gesungen werden sollten. Die Entscheidung, die Nationalhymne nicht im Unterricht zu singen, sei darauf zurückzuführen, dass sie „besonderen Anlässen und Zeremonien vorbehalten“ sei.

Methodisches Vorgehen oder pädagogische Härte?

Die vergebenen Noten „Sechs“ wurden laut Weigl mit Bleistift notiert, was den Schülern die Möglichkeit gibt, ihre Leistung zu verbessern. Dieses Vorgehen wurde als methodisch beschrieben, könnte aber auch als streng oder missverstanden interpretiert werden. Der Schulleiter wies darauf hin, dass es nach Klärung des Missverständnisses zu Entschuldigungen seitens der Klassensprecher bei der Musiklehrkraft kam.

Diskussion und Auswirkungen auf die Schulgemeinschaft

Der Vorfall löste eine breite Diskussion über die Bedeutung der Nationalhymne und ihre Rolle im Bildungssystem aus. Er führte zu intensiven Gesprächen zwischen Lehrern, Schülern und Eltern und zeigte die Sensibilität solcher Themen in der heutigen Bildungslandschaft.

Die Ereignisse in Riesa werfen Fragen über die Grenzen der Meinungsfreiheit in Schulen und den angemessenen Umgang mit nationalen Symbolen auf. Sie unterstreichen die Notwendigkeit einer klaren Kommunikation und Richtlinien, die das pädagogische Umfeld sowohl respektvoll als auch bildend gestalten.

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